Nach 9 Tagen laufen war gestern Mérida das Etappenziel. Bislang ist die Via de la Plata ein wirklich schöner Jakobsweg. Nur selten führt der Weg über Straßen, meistens über Feldwege und durch Naturparks. Von der Landschaft bin ich wirklich begeistert! Durch Kulturlandschaften mit alten Korkeichen oder Olivenbäumen, viel Wald und endlose Weinfelder in einer ganz und gar nicht platten und eintönigen Landschaft. Und geht man morgens um 6.00 Uhr raus, bietet sich ein Spektakel von Vogelstimmen, dass wir so gar nicht mehr kennen. Die bislang härteste Etappe führte über 26, alles sehr eben. Bei Starkregen mit Sturmböen war das Fortkommen zuweilen mühsam und der Regen fiel eher waagerecht. 

Was ich seit der letzten Woche gelernt habe: auch in Spanien wird Karneval gefeiert, manchmal als riesige Dorf/ Ortsfeste. Und man lernt seine Mitpilgerer recht gut kennen, einfach weil eine recht überschaubar Anzahl auf den Weg ist und man sich gegenseitig hilft.


Buen camino,
Ihre/ eure Monika Vöcking