In dieser Woche habe ich Galicien betreten, die Provinz in der auch Santiago de Compostela liegt.
Die Landschaft hat sich noch einmal total gewandelt. Die Hochebene, auf der ich mehrere Tage unterwegs war, habe ich über die Berge verlassen!
Der Weg führte über ein Hochmoor in blühende Heidelandschaften. Ich habe auch den höchsten Punkt der Via de la Plata überschritten, den 1360m hohen Padornelo-Pass. Der Wind war teilweise so stark, dass ich mit dem Rucksack zur Seite geschoben wurde! Und nach wie vor jeden Morgen ein strahlend blauer Himmel. 
Von einigen Pilgerbekanntschaften musste ich mich verabschieden, z.B Pacco, ein Spanier, der fast 3 Wochen im selben Rhythmus gepilgert ist, oder Simon aus Kanada, der sich überhaupt nicht vorstellen konnte, was eine Pfarrerin so macht.

Leider sind auf dem Weg die meisten Kirchen geschlossen. Deshalb haben mein französischer Pilgerfreund, mit dem ich auf dem Weg unterwegs bin, und ich am vergangenen Montag eine Gelegenheit wahrgenommen, an einer Messe, die gut besucht war, teilzunehmen und so eben auch mal eine Kirche von innen zu sehen. Es war eine Marienmesse und nach längerem überlegen, welcher Tag gefeiert wird, war dann schnell klar, dass es am 25. März nur Mariä Empfängnis sein konnte.

Mittlerweile sind über vier Wochen seit der ersten Pilgeretappe vergangen. Der Tag ist immer gut ausgefüllt. Und jeden Tag kommt man Santiago ein Stück näher.
Und damit auch das Ende der Pilgerreise. Aber noch liegen einige Kilometer vor mir. Aber schon jetzt bin ich dankbar, für dieses großartige Erlebnis, das mich einmal von Nord nach Süd durch Spanien geführt hat!
So viele Eindrücke und Erlebnisse! So viele Begegnungen und so viel Zeit!
Abwarten, was jetzt noch kommt!

Ganz herzliche Grüße ins auch schon frühlingshafte Deutschland,
buen camino,
Ihre/ Eure Monika Vöcking